zdi im Kreis WAF

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Qualitätssiegel

Mit der Verleihung des zdi-Qualitätssiegels 2020/21 wird anerkannt, dass sich die Partner des zdi-Netzwerks im Kreis Warendorf, gegründet am 5. Mai 2008, in besonderer Weise für die Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchses in ihrer Region einsetzen.

Hochschulkurs mit Unternehmensbeteiligung

Der dreitägige „MINT.Ferien“-Workshop zur Studienorientierung hat das Potential am Campus Gütersloh der FH Bielefeld zur Tradition zu werden. Das Angebot für MINT- (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe wurde bereits zum zweiten Mal erfolgreich in den Osterferien durchgeführt. Pandemiebedingt wurde der Workshop in diesem Jahr erstmals komplett online umgesetzt. „Dieser Umstand hat uns keinerlei Nachteil gebracht. Alle Teilnehmer sind bis zum Abschluss des dritten Tages gerne dabeigeblieben und das will bei einem freiwilligen Ferienprogramm schon etwas heißen“, findet Veranstaltungsorganisatorin Vanessa Prott-Warner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Campus Gütersloh. Gemeinsam mit Barbara Köß in ihrer Funktion als Koordinatorin des zdi-Netzwerkes im Kreis Warendorf und Matthias Vinnemeier, Leiter des zdi-Zentrums pro MINT GT, begleitete sie die 16-köpfige Gruppe vom 29. bis zum 31. März durch das Programm.

„Besonderes Programm-Highlight ist neben laborpraktischen Aufgaben und einer Schnuppervorlesung der Unternehmertag mit persönlichen Interviews zwischen Studieninteressierten und Unternehmensvertretern von vier unserer Kooperationspartner. Eigeninitiative ist bei der gesamten Veranstaltung gefragt, denn diese ist insbesondere beim praxisintegrierten Studium, bei dem sich Theoriephasen an der FH mit Praxisphasen in Unternehmen abwechseln, eine wichtige Voraussetzung“, weiß Prott Warner. Nachdem die Schülerinnen und Schüler die Studienmöglichkeiten der FH Bielefeld am Campus Gütersloh kennengelernt haben, galt es im ersten laborpraktischen Teil ein Transportband vom heimischen Schreibtisch aus zum Laufen zu bringen. Anders formuliert handelte es sich um die Fernwartung einer Produktionslinie im Miniaturformat, bei der unterschiedliche Materialien erkannt und mithilfe einer Rutsche ausgeschleust oder weitertransportiert werden sollten. Mit Unterstützung des Gütersloher Teams, die als Avatare fungierten, programmierten die Schülerinnen und Schüler in Zweiergruppen die Automatisierungsanlage am Campus Gütersloh stehend und beobachteten ihre Erfolge per Kamera. In einem zweiten Praxisteil konnten die Studieninteressierten mit Unterstützung von Fabian Schmid-Michels, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Campus Gütersloh, 3-D Druck-Vorlagen erstellen.

In einer Schnuppervorlesung wurde im Lehrgebiet Technisches Dienstleistungsmanagement zum Thema: Predictive Maintenance im Kontext von Industrie 4.0 von Professor Hans-Peter Rauer, Professor im Lehrgebiet Technishes Dienstleistungsmanagement durchgeführt. „Wie kann man Maschinen in einer Produktionsstraße so überwachen, dass man sozusagen die Zukunft vorhersagen kann, wie lange wird die Maschine noch laufen, wann sollte welches Teil gewartet werden? Oberstes Ziel ist es, einen Produktionsausfall zu vermeiden.“ am Beispiel eines Maschinenausfalls und dessen Bedeutung für ein Unternehmen, ein authentischer Einblick in die Tätigkeiten einer Ingenieurin/eines Ingenieurs im Kontext von digitalen Dienstleistungen und Wartungen Einblick gegeben. Prof. Rauer gelang es Einblick in die Tätigkeiten einer Ingenieurin oder eines Ingenieurs im Kontext von digitalen Dienstleistungen und Wartungen zu geben.

Ausgestattet mit den wertvollen Erfahrungen und Einblicken aus den zwei ersten Workshop-Tagen, konnten die Studieninteressierten am dritten und letzten Tag der „MINT.Ferien“ – dem sogenannten Unternehmertag – erste Kontakte zu möglichen Kooperationspartnern knüpfen und offene Fragen in lockerer Atmosphäre stellen. Unter der Prämisse: „Was kann man am Ende mit den Studiengängen im Unternehmen machen und wie sieht der Alltag eines Studierenden im Unternehmen aus?“ erhielten die Schülerinnen und Schüler so die Möglichkeit, jeden potentiellen Arbeitgeber näher kennenzulernen.

„Der Unternehmertag ist wirklich ein klasse Format. Ohne Druck oder Bewerbungssituation können Rückfragen von Studieninteressierten gestellt werden, woraus ungezwungene und offene Gespräche entstehen, die für alle Seiten gewinnbringend sind“, ist sich das Organisationsteam rund um die „MINT.Ferien“ einig. Sämtliche Fragen zur Tagesstruktur, den Aufgaben, Verdienst, Arbeitszeit und Einsatzgebieten konnten zufriedenstellend geklärt werden. Prott-Warner macht die Studieninteressierten aufmerksam: „Einige der Unternehmen haben für den Studienstart im Wintersemester 2021/2022 noch Praxisplätze zu vergeben, aber bitte bedenken Sie, dies ist nur eine Auswahl von vier der zurzeit rund 130 Kooperationspartner des praxisintegrierten Studiums der FH Bielefeld. Sie haben gesehen wie unterschiedlich die Unternehmen sind. Ob klein oder groß, ob klassisch oder ein Start-up-Unternehmen, da gibt es kein richtig oder falsch, sondern mehr oder weniger passend für jeden Einzelnen. Seine persönlichen Vorlieben kennenzulernen, alleine dafür sind solche Gelegenheiten wie heute Gold wert“, schließt Prott-Warner zufrieden.
(Text u. Bild: Tanja Hage)