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Mach dein YouTube-Ding!

Der Alltag eines YouTubers: Konzepte überlegen, Filmen, Schneiden und Veröffentlichen – das konnten neun Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 15 Jahren bei einem Ferienspieltageprojekt selbst erleben. Begleitet wurden sie dabei von den Oelder Nachwuchs-YouTubern Sven Wiesrecker, Ron Liebezeit, Axel Meier und Maximilian Rolf vom Kanal „Newskool TV“. Der Anstoß zu diesem Projekt wurde vom Initiativkreis Wirtschaft Oelde e.V. gegeben. Junge Menschen an Social Media verantwortungsvoll heranzuführen, sieht der IWO als wichtiges Element seines Bildungsauftrags. Das Projekt bildete eine Möglichkeit, dies in lockerem Rahmen zu gestalten. Für die Teilnehmenden war schnell klar: Wir zeigen Oelde aus unserer Sicht.

Hier geht es zum Film.

Im Interview erzählt Sven Wiesrecker von der Idee des Projekts, von YouTube als Kommunikationsmedium von jungen Menschen und davon, was die YouTuber selbst von den Jugendlichen lernen konnten.

Vor oder doch lieber hinter der Kamera? Im YouTube-Projekt konnten sich die Teilnehmenden selbst austesten.

Was machte das Projekt aus?

Sven Wiesrecker: Es ging in erster Linie um Filmtechnik, den Umgang mit der Kamera und die kreative Planung eines eigenen Films. Das, was man filmt und sich selbst in Szene zu setzen und von der Idee bis zum fertigen Produkt zu denken – das hat den Spaß ausgemacht.

 

Wie fit sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Umgang mit PCs und Kameras gewesen?

Sven Wiesrecker: Das war sehr unterschiedlich. Zwei ältere Teilnehmer hatten zum Beispiel beim Umgang mit der Drohne schon mehr Ahnung als wir. Da konnten wir dann voneinander lernen. Beim Schnitt hatten die meisten noch gar keine Erfahrung, das war dann auch sehr interessant für die Jugendlichen, was man da alles machen kann.

 

Warum habt ihr beim Angebot den Schwerpunkt auf Oelde gelegt?

Sven Wiesrecker: Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Oelde und wir wollten sehen, wie man das Thema Heimat filmisch inszenieren kann. Die Orte, die man kennt, sollten anderen Leuten nähergebracht werden. Und sowas kann man besonders gut über YouTube verbreiten.

 

Warum ist YouTube ein wichtiges Medium?

Sven Wiesrecker: Ich glaube wichtig ist YouTube, weil es ein Portal ist, das momentan sehr gehypt ist. Das Portal wird viel betrieben und es gibt dort Menschen mit Reichweiten von teilweise vier Millionen Abonnenten. Das ist mehr als so manche Tageszeitung an Lesern hat. Außerdem bedienen YouTuber eine viel jüngere Zielgruppe.

 

Das IWO-Büro diente als Ideen- und Umsetzungsschmiede für die Nachwuchs-YouTuber.

Was konnten die Kinder und Jugendlichen über YouTube-Videos lernen?

Sven Wiesrecker: Wir haben den jungen Menschen beigebracht, das Ganze auch kritisch zu betrachten. Gerade bei den jungen Mädchen fehlte dieses kritische Hinterfragen von Werbung und Produktplatzierung an manchen Stellen. Und da YouTube-Stars die neuen Vorbilder sind und man sich mit ihnen gut identifizieren kann, ist es schwierig, das zu erkennen. Das Projekt war aber keine Lehrveranstaltung. Sich selbst auszuprobieren stand im Vordergrund.  

 

Was hat denn euch das Projekt gebracht?

Sven Wiesrecker: Mit dem Projekt hatten wir das Gefühl, dass wir etwas über das wöchentliche Video hinaus bewegen konnten und die Kinder und Jugendlichen nun kreativ und souveräner mit YouTube umgehen können.

 

Drei Ferientage in die YouTube-Welt reinschnuppern – gerne auch wieder im nächsten Jahr!

Der IWO freut sich, dass das Angebot so gut angekommen ist und kann sich vorstellen, das Projekt im nächsten Jahr bei den Ferienspieltagen erneut anzubieten. Ist das auch in eurem Interesse, würdet ihr etwas ändern wollen und habt ihr schon eine Idee, um welches Thema es sich dann drehen könnte?

Sven Wiesrecker: Ja, auf jeden Fall! Das Projekt hat vom Anfang an bis zum Schluss sehr viel Spaß gemacht. Ich glaube nicht, dass wir viel ändern müssen, weil es so gut geklappt hat. Lediglich bei technischen Dinge wie dem Schnittprogramm, das auf manchen Laptops nicht funktioniert hat, würden wir beim nächsten Mal dafür sorgen, dass wir mehr PCs haben. Die Kinder sollen aber weiterhin das Thema bestimmen und mit ihrem eigenen Equipment arbeiten, damit sie das Gelernte auch im Alltäglichen anwenden können.

 

Ein Interview von unserer Praktikantin Vanessa Schalkamp